IT-Lexikon
Was ist DNS?
Kurz erklärt
DNS (Domain Name System) ist das Adressbuch des Internets: Es übersetzt lesbare Domainnamen wie it-matter.de in die numerischen IP-Adressen, unter denen Server tatsächlich erreichbar sind.
Ohne DNS müssten sich Nutzer Zahlenfolgen wie 192.0.2.10 merken, statt einfach it-matter.de einzutippen. Das DNS läuft im Hintergrund bei jedem Seitenaufruf, jeder E-Mail und jeder App-Verbindung und ist damit eine der unsichtbaren Grundlagen des Internets.
DNS-Einträge werden bei der Registrierung einer Domain beim Registrar oder direkt beim Hosting-Anbieter gepflegt. Die Änderung selbst ist meist unkompliziert, die Auswirkungen eines Fehlers sind jedoch schnell spürbar, etwa wenn eine Website für mehrere Stunden nicht erreichbar ist oder E-Mails nicht ankommen.
Wie funktioniert die Namensauflösung über DNS?
Ruft ein Browser eine Domain auf, fragt er zunächst einen DNS-Resolver, meist den des Internetanbieters oder eines öffentlichen Dienstes. Dieser leitet die Anfrage über mehrere Ebenen (Root-Server, Top-Level-Domain-Server, den zuständigen Nameserver der Domain) weiter, bis die passende IP-Adresse feststeht. Der gesamte Vorgang dauert in der Regel nur Millisekunden, wird aber zwischengespeichert, damit nicht jede Anfrage neu aufgelöst werden muss. Auch die Anbindung einer eigenen API läuft über einen entsprechenden DNS-Eintrag.
Für eine Domain werden dabei verschiedene Eintragstypen (Records) hinterlegt, die jeweils eine eigene Aufgabe haben.
| Record-Typ | Funktion | Typisches Beispiel |
|---|---|---|
| A | Verweist auf eine IPv4-Adresse | it-matter.de zeigt auf den Webserver |
| AAAA | Verweist auf eine IPv6-Adresse | moderne Server mit IPv6-Anbindung |
| CNAME | Verweist auf einen anderen Domainnamen | www.it-matter.de zeigt auf it-matter.de |
| MX | Regelt die Zustellung von E-Mails | Postfach info@it-matter.de |
| TXT | Hinterlegt Text- und Sicherheitsinformationen | SPF, DKIM, Domainbestätigung |
Wann reicht die Standard-DNS-Konfiguration nicht mehr aus?
Für eine einfache Website mit einem Server genügt in der Regel eine einzige A- oder CNAME-Zeile. Anspruchsvoller wird es, sobald mehrere Subdomains, ein separater Mailserver, ein CDN oder Ausfallsicherheit über mehrere Standorte hinzukommen. Auch die E-Mail-Zustellbarkeit hängt direkt von sauber gesetzten TXT-Einträgen (SPF, DKIM, DMARC) ab: Fehlen diese, landen Mails aus Hannover schnell im Spam-Ordner der Empfänger. Für ein reines Ein-Personen-Portfolio ohne E-Mail-Versand über die eigene Domain lohnt sich der Aufwand einer vollständigen DNS-Absicherung dagegen selten.
Was wir bei DNS-Konfigurationen aus Hannover beobachten
In technischen Erstprüfungen sehen wir bei rund 8 von 10 Projekten aus Hannover Ladezeiten oberhalb der Core-Web-Vitals-Grenzwerte. Die Ursache liegt selten allein am Server: Auflösezeiten der Nameserver, fehlende Anycast-Verteilung und ungünstig gewählte Serverstandorte wirken sich direkt auf den ersten Verbindungsaufbau und damit auf Kennzahlen wie den Largest Contentful Paint aus. Eine saubere DNS- und Server-Hosting-Konfiguration aus Hannover ist deshalb oft der erste Hebel, bevor über größere technische Umbauten nachgedacht wird. Bei einem Penetrationstest prüfen wir zudem, ob DNS-Einträge Angriffsflächen wie veraltete Subdomains oder offene Zonentransfers offenlegen. Weitere Grundbegriffe erklären wir im IT- und Marketing-Lexikon.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen DNS und einer Domain? Die Domain ist der lesbare Name (it-matter.de), DNS ist das System, das diesen Namen einer IP-Adresse zuordnet. Mehr dazu unter Was ist eine Domain?.
Wie lange dauert eine DNS-Änderung? Änderungen sind meist nach wenigen Minuten bis Stunden sichtbar, weltweit vollständig verteilt kann es bis zu 24 bis 48 Stunden dauern, abhängig von den TTL-Werten der Einträge.
Kann IT Matter die DNS-Einrichtung übernehmen? Ja, die Konfiguration von DNS-Einträgen ist Teil der Server-Hosting-Betreuung. Exakte Preise nur auf Anfrage.
Ist ein falscher DNS-Eintrag gefährlich? Ja, falsch gesetzte oder veraltete Einträge können die E-Mail-Zustellung, die Erreichbarkeit der Website und im schlimmsten Fall die Übernahme einer Subdomain durch Dritte ermöglichen.
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