IT-Lexikon
Was ist eine API?
Kurz erklärt
Eine API (Application Programming Interface) ist eine definierte Schnittstelle, über die zwei Programme automatisiert miteinander kommunizieren, ohne dass ein Mensch eingreifen muss. Sie legt fest, welche Daten in welchem Format abgerufen oder gesendet werden können.
Der Begriff API steht für „Application Programming Interface", auf Deutsch etwa Programmierschnittstelle. Eine API definiert, wie ein Programm Daten von einem anderen Programm anfordern oder an es senden kann, ohne dass jemand die Daten manuell überträgt. Das Frontend einer Website ruft zum Beispiel über eine API Produktdaten aus dem Backend ab.
Wie funktioniert eine API konkret?
Eine API besteht aus festgelegten Endpunkten (Adressen) und Regeln, welche Anfragen erlaubt sind und welches Antwortformat zurückkommt, meist JSON. Ein System stellt eine Anfrage an einen Endpunkt, das andere System antwortet mit den angeforderten Daten, etwa Preisen, Lagerbeständen oder Kundendaten.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Endpunkt | Adresse, unter der eine bestimmte Funktion der API erreichbar ist |
| Request | Anfrage eines Systems an die API |
| Response | Antwort der API, meist im Format JSON |
| Authentifizierung | Regelt, wer die API nutzen darf, z. B. per API-Key |
Wofür wird eine API im Unternehmensalltag genutzt?
APIs verbinden Systeme, die sonst getrennt arbeiten würden: eine Warenwirtschaft mit einem Onlineshop, ein Buchungstool mit der Website, oder ein CMS im Headless-Betrieb mit einem eigenen Frontend. Dadurch müssen Daten wie Preise oder Lagerbestände nur an einer Stelle gepflegt werden und stehen automatisch überall aktuell zur Verfügung.
API vs. direkte Datenbankanbindung
Eine API ist bewusst eingeschränkter als ein direkter Datenbankzugriff, das ist ihr Vorteil: Sie gibt nur die Daten und Funktionen frei, die tatsächlich benötigt werden, und lässt sich unabhängig absichern. Deshalb ist eine gut geschützte API auch Bestandteil jedes gründlichen Penetrationstests.
Wann lohnt sich eine eigene API-Entwicklung nicht?
Für eine einfache Website ohne Anbindung an weitere Systeme braucht es meist keine eigene API, ein Standard-CMS reicht aus. Eine individuelle API-Entwicklung lohnt sich erst, wenn tatsächlich mehrere Systeme automatisiert Daten austauschen sollen.
APIs in der Praxis: was wir bei Projekten aus Hannover sehen
In Projekten für Unternehmen aus Hannover und der Region verbinden wir regelmäßig Onlineshops, Warenwirtschaft und Website über Schnittstellen, damit Bestände und Preise nicht doppelt gepflegt werden müssen. Individuelle Webanwendungen mit eigener API-Anbindung setzt IT Matter programmiert um, ohne No-Code-Baukästen.
Häufige Fragen
Ist eine API dasselbe wie ein Plugin? Nein. Ein Plugin erweitert eine bestehende Software um Funktionen, eine API ist die Schnittstelle, über die Systeme Daten austauschen, unabhängig von Plugins.
Braucht jede Website eine API? Nein, nur wenn Daten mit einem weiteren System automatisiert ausgetauscht werden sollen, etwa Warenwirtschaft, CRM oder ein separates Frontend.
Was kostet die Entwicklung einer individuellen API? Individualsoftware und Webanwendungen mit eigener Schnittstelle beginnen ab 5.000 Euro, exakte Preise nur auf Anfrage.
Ist eine API sicher? Nur, wenn sie korrekt abgesichert ist, etwa über Authentifizierung und Rechteverwaltung. Das wird üblicherweise im Rahmen eines Penetrationstests mitgeprüft.
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